Wie steht GfK zu Phänomenen wie Pegida und Ängsten vor Islamisierung? – GfK Stellungnahme

9. Februar 2015

GfK hat sich bisher noch keine offizielle Stellungnahme dazu vorgelegt. Diese Verlautbarung soll hiermit Klarheit schaffen.

Werteorientierung

GfK steht auf dem Fundament von Werten, die für ein friedliches Zusammenleben wichtig sind. Dazu gehören der Respekt und die Toleranz gegenüber jedem Menschen aus allen Religionen und aus allen Weltanschauungen, Nationalitäten und sexuellen Orientierungen. Aus unserer christlichen Werteorientierung heraus ergibt sich sogar die Pflicht, jeden Menschen, sogar die Feinde zu lieben und zu segnen. Wir sehen in der Art und Weise wie Pegida und Gegenbewegungen aufeinandertreffen keine konstruktiven Lösungswege für ein gesundes Miteinander. Aus diesem Grund können wir uns Bewegungen, die auf gegenseitige Ablehnung gegründet sind, nicht anschließen.

Dialog und keine Stereotypisierung

Einen Menschen zu lieben bedeutet für uns aber nicht zwangsläufig alles, was dieser tut und sagt auch für gut zu heißen. Aber es ermöglicht uns jedem und auch jeder politischen Orientierung zuzuhören und zu differenzieren. So ergibt sich für uns nicht ein Bild, das politische Strömungen in Gut und Böse einteilt. Unser Anliegen ist zu verstehen, was sich hinter Ängsten, Befürchtungen und Meinungen verbirgt. Deshalb verweigern wir uns keinem Dialog, sondern sind für diesen offen – insbesondere mit Mitbürgern, die ihre Rechte und Pflichten wahrnehmen und sich an der gesellschaftlichen Diskussion beteiligen möchten, um das Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen zu fördern und Ängste abzubauen bzw. erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Achtung des Grundgesetz

Unser weltweit anerkanntes Grundgesetz verdanken wir maßgeblich unserem christlichen Erbe, dem sich die Verfassungsväter verpflichtet wussten. Das Grundgesetz hat Gültigkeit für jeden, der in unserem Lande lebt. Es ermöglicht uns die Freiheit, die wir hier haben. Dieses verteidigen wir entschieden gegen alle Einflüsse. Wir erwarten also von jedem, der hier lebt, sich ausnahmslos auf diese Verfassung zu stellen. Meinungsfreiheit und die Freiheit zur Ausübung der eigenen Religion sind Teil unseres Grundgesetzes und sollen nicht aus Intoleranz oder Angst eingeschränkt werden. Dies gilt für Christen, Muslime und auch Atheisten so wie jeder weiteren Religion soweit sie nicht die Rechte anderer verletzt und gegen das Gesetz verstößt. Wir sollten einander nach der verfassungsmäßigen Ordnung tolerieren ohne die eigene Meinung und Lebensweise gegenseitig einzuschränken. Dazu zählt die Bewahrung christlichen Liedgutes an Kindergärten und Schulen, die Feier traditioneller christlicher Feste wie St. Martin. Genauso gehört es dazu als gläubige Muslima ein Kopftuch aus Überzeugung tragen zu dürfen. Wir lehnen es ab aus Angst vor Diskriminierung diese Grundrechte einschränken zu lassen.

GfK steht zu dem christlichen Erbe unsers Landes und ist gleichzeitig für die Freiheit der Menschen, die zu uns kommen, um hier ihr Leben im Rahmen des Grundgesetzes zu gestalten. Die christliche Nächstenliebe zueinander und der Schutz des Schwächeren sollten unsere Gesellschaft prägen. So stehen wir im Dialog zueinander und achten einander respektvoll. Verurteilung von Meinungen die nicht im Trend sind, ist unserer Meinung nach nicht das beste Mittel; den Dialog halten wir für die bessere Alternative.

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