Hilfe für Flüchtlinge: Koordination der Hilfeangebote für Flüchtlinge

26. September 2014

Im September 2014 fragten die Stadträte Reinhold Yabo und Friedemann Kalmbach mit einer Anfrage nach den Hilfsangeboten und deren Koordination. Hier die Begründung:

„Eine große Verantwortung ist auf unsere Stadt zugekommen. Die Verwaltung steht vor der Herausforderung, Flüchtlingen Unterkunft und Hilfe zu bieten. GfK sieht das Engagement der Stadtverwaltung für die Flüchtlinge positiv. Wir haben jedoch festgestellt, dass die Organisation verbessert werden kann.

Viele Bürger und Gruppierungen unserer Stadt haben bereits ihre Hilfe angeboten und sogar schon mitgeholfen. Diese Hilfe erstreckt sich über Kleider- und Sachspenden, Angebote für Sprachkurse, Suppenküchen und spontane Angebote zur Mitarbeit. Leider erreicht die angebotene Hilfe nicht immer die Menschen, um die es geht, sondern geht teilweise ins Leere, da das ehrenamtliche Engagement nicht zentral koordiniert wird. Von unterschiedlichen Stellen, wie RP, Flüchtlingshilfe und der Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge bekommen die Hilfswilligen keine einheitlichen Auskünfte. In einigen Fällen wurde die Hilfe sogar abgelehnt.

GfK sieht die Schwierigkeiten, Aktionen von Menschen, die helfen wollen, mit einheitlichen Vereinbarungen und Regelungen sinnvoll abzuwickeln. Wir haben kein Verständnis dafür, dass zum Beispiel eine Kirchengemeinde warmes Essen für die Flüchtlinge gekocht hatte und dieses dann aus lebensmittelhygienischen Gründen nicht verteilen durfte – dann aber in den BNN zu lesen war, dass Decken in den Unterkünften ungewaschen von einem Benutzer an den nächsten weitergegeben wurden.

Von außen ist es kaum möglich, den Dschungel von Zuständigkeiten zu entwirren. Das RP ist unumstritten für die Flüchtlinge zuständig. Trotzdem möchten wir uns als Einwohner dieser Stadt einbringen und plädieren dafür, dass eine Stelle etabliert werden soll, die alle Hilfsangebote sinnvoll koordiniert.

GfK fordert die Stadtverwaltung auf, alles zu tun und die hilfsbereiten Menschen in unserer Stadt logistisch und rechtlich zu unterstützen, damit unseren ausländischen Gästen eine menschenwürdige Behandlung zukommt. Wir Deutschen sind doch eigentlich für unser Organisationstalent bekannt. In dieser Krisensituation kann die Stadt durch Etablierung einer Koordinierungsstelle für ehrenamtliches Engagement den Flüchtlingen einen entscheidenden Dienst erweisen.“

Die Stadtverwaltung antworte entsprechend auf die Fragen: Stellungnahme Hilfe für Flüchtlinge TOP 17-1.

Im Frühjar 2015 stellte die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Kalrsruhe für den Doppelhaushalt 2015/2016 einen Antrag auf die Schaffung einer zentralen Koordinierungsstelle um die verschiedenen Initiativen, Werke und Vereine in der Flüchtlingshilfe zu unterstützen und zu koordinieren. In der Begründung heißt es hier:
„Die im vergangenen Jahr gestiegene Zahl an Flüchtlingen und die dadurch entstandenen Bürgerinitiativen und sozialem, ehrenamtlichen Engagement sollten durch die Stadt zur Förderung der Willkommenskultur und Inklusion von Flüchtlingen und Asylsuchenden in die Gesellschaft unterstützt und ausgebaut werden. Da-durch kann ein nachhaltiger, positiver Effekt auf das multikulturelle Klima der Stadt im Umgang mit Flücht-lingsproblematiken geschaffen und Menschen in Not geholfen werden.
Die vielseitige Hilfe sollte koordiniert werden; solche zum Teil schon bestehenden Stellen sollten erhalten oder ausgebaut / zusammengefasst werden. Durch die Koordination können Synergien genutzt und Ehrenamtliche auf die benötigten Posten bei den jeweiligen Initiativen und Organisationen verteilt werden.“
Hier können Sie eine Übersicht zu den gestellten Anträgen einsehen.

Die Haushaltsrede von StR Kalmbach gibt es zum Download hier.

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