Nach viel öffentlicher Diskussion nach Abschaffung der Stempelfahrkarten hat der KVV reagiert. Der Aufsichtsrat einigte sich aber als Lösung auf die Einführung von selbst entwertbaren Fahrkarten mit dem Kugelschreiber. Smartcards und Entwerterautomaten wurden als aus der Zeit gefallen und zu teuer gewertet.

„Eine große Enttäuschung“, bringt es der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler und von FÜR Karlsruhe sowie Aufsichtsratsmitglied Friedemann Kalmbach auf den Punkt. Die Idee der Smartcards ist zwar nicht neu, aber ein System, dass sich in den letzten Jahren zu einer universellen Lösung für den ÖPNV, Bäder und Museen gemausert hat – über Verbundsgrenzen hinweg – heißt es aus der Fraktion. Zusammen mit den Freien Wählern im Landkreis hatte man dies als zukunftsfähige Lösung ohne Papier und ohne Smartphone-Zwang eingebracht.
„Nach dem Aufschrei auch unter den Parteien im Land- und Stadtkreis habe ich mir ein vehementeres Vorgehen Richtung Erhalt der Stempelfahrkarten bis zur Schaffung einer zukunftsfähigen Lösung wie den Smartcards gewünscht“, erklärt Kalmbach, „doch war von dem nichts mehr zu spüren“.

Die selbst entwertbaren Fahrkarten befrieden nun die Diskussion in der Öffentlichkeit, aber sind keine moderne Lösung, sondern ein noch größerer Rückschritt und kaum kontrollierbar befindet die Fraktion abschließend.

Bildquellen

KVV Logo auf einem Fahrscheinautomaten: FW|FÜR Fraktion

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