Aufgrund der Wohnungsknappheit in Karlsruhe macht sich Politik und Verwaltung Gedanken zu möglichen Lösungsansätzen. Neben einem geforderten Hochhauskonzept, bringen FÜR Karlsruhe zusammen mit der FDP Fraktion nun einen Antrag für sogenannte Tiny-Houses in den Karlsruher Gemeinderat ein.

Tiny-Houses sind kleine Gebäude, oft auch mobil einsetzbar, die kleinen Wohnraum durch pfiffige Ideen bewohnbar machen. Diese sind in der Regel bis zu zwei Stockwerke hoch, und können für knapp 25-80 Tsd. Euro erstanden werden. „Es liegt gerade wieder im Trend auf kleinerem Wohnraum zu leben, für viele ist weniger manchmal mehr“, so Stadtrat Friedemann Kalmbach von FÜR Karlsruhe zur Begründung des Antrages. Die Stadt habe viele kleine Flächen, die mit Tiny-Houses optimal nutzbar seien aber eine normale Wohnbebauung nicht zulassen. „Die Stadtverwaltung soll verschiedene Optionen für Tiny-Houses prüfen“, erläutert Stadtrat Thomas Hock von der FDP Fraktion, „denn das Potential ist da, doch muss die Stadt auch die Möglichkeit anbieten und die Randbedingungen klar benennen“. FÜR Karlsruhe und die FDP haben hier Häuserlücken, Innenhöfe im Sinn, sogar Kleingärten wären dafür nutzbar. Die Idee ist nicht ganz neu, denn andere Städte wie Hannover oder Basel planen oder haben schon Tiny-Houses-Siedlungen umgesetzt. Solche alternative Wohnweisen können nach Einschätzung der Stadträte Teil eines Maßnahmenpaketes sein, das die Wohnungsnot lindert, und neue Möglichkeiten des ökologisch verträglichen Wohnens schaffen.