Digitale Informationsanzeiger beim KVV: FÜR Karlsruhe fordert rasche Lösungen für Fahrgastfrustration

9. März 2026

Die digitale Fahrgastinformation im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) zeigt erhebliche Mängel, die seit Ende November 2025 zu großem Frust bei den Fahrgästen führen. Trotz wiederholter Ankündigungen, die Situation bis Ende Februar 2026 zu verbessern, bleibt die Zuverlässigkeit der Anzeigen weit hinter den Erwartungen zurück. In dieser kritischen Lage hat Stadtrat Friedemann Kalmbach von der Wählergemeinschaft FÜR Karlsruhe eine umfassende Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet.

Die Fahrgäste klagen über falsche Abfahrtszeiten, das plötzliche Verschwinden von Linien von den Monitoren oder sogar das totale Versagen der Displays. Offiziell wird der Grund hierfür auf eine komplizierte Systemumstellung im Zuge eines neuen Leitsystems zurückgeführt. Tatsache ist jedoch, dass die angekündigten Fristen zur Inbetriebnahme, insbesondere für den Stadtbahntunnel, bisher nicht eingehalten wurden.

Friedemann Kalmbach äußert sich deutlich zu diesem IT-Chaos:

„Es ist wirklich enttäuschend für unsere als IT-Hauptstadt geltende Region, dass die offiziellen Anzeigesysteme über viele Monate hinweg nicht zuverlässig funktionieren. Dies wirft ernsthafte Fragen zur Effektivität der aktuellen Lösungsansätze und der Kontrolle durch externe Dienstleister auf. Was die Bürger jetzt brauchen, sind keine weiteren leeren Versprechungen, sondern konkrete, verlässliche Informationen, und zwar zeitnah.“

Angesichts dieser unhaltbaren Zustände fordert die Wählergemeinschaft FÜR Karlsruhe von der Stadt Antworten auf wichtige Fragen. Dazu zählt die Verantwortung des externen Dienstleisters Lumino sowie mögliche Regressansprüche der Stadt und der Verkehrsbetriebe (VBK/AVG). Außerdem wird die Stadt aufgefordert, Maßnahmen zur Milderung der Unzufriedenheit der Pendler, wie beispielsweise Kulanzregelungen, in Betracht zu ziehen.

„Eine verlässliche Fahrplaninformation ist essenziell für die Akzeptanz des öffentlichen Nahverkehrs“, betont Kalmbach. „Das Vertrauen der Bürger in die technologische Kompetenz unserer Verkehrsbetriebe steht auf dem Spiel. Wir erwarten eine transparente Fehleranalyse und einen verbindlichen Termin für die vollständige Wiederherstellung aller Systeme.“

FÜR Karlsruhe bleibt hartnäckig und setzt sich dafür ein, dass die Anliegen der Bürger gehört werden. Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Dringlichkeit dieser Situation anzuerkennen und schnellstmöglich zu handeln, um das Vertrauen in den öffentlichen Nahverkehr wiederherzustellen.

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